Die Nürnberger Gesetze

1935 – 15. September: Mit den Nürnberger Gesetzen verabschiedet die NSDAP eine Reihe von Verfolgungsregeln gegen die jüdische Bevölkerung, die von der Abstimmung ausgeschlossen wird und ihre antisemitische Politik einleitet. Art. 2 der Gesetze erklärt nur diejenigen zum Reichsbürger, die deutsches Blut haben oder eine deutsche Blutlinie vorweisen können. Juden werden vom Wahlrecht und der deutschen Staatsbürgerschaft ausgeschlossen und dürfen nicht in öffentlichen Verwaltungen arbeiten. Das „deutsche Gesetz zum Schutz von Blut und Ehre“ verbietet gemischte Ehen und außereheliche Beziehungen zwischen Ariern und Juden (aber auch Zigeuner und Schwarze) und erklärt bereits geschlossene Mischehen für nichtig. Am 14. Juli 1933 wurde bereits ein Gesetz verabschiedet, das die Zwangssterilisation von körperlich und geistig Behinderten nach eugenischen Prinzipien vorschrieb.